Mit Jesus auf der Via dolorosa

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Mit Jesus auf der Via dolorosa

Der Schmerzensweg Jesu - die via dolorosa - beginnt nicht erst mit dem Kreuzweg amKarfreitagmorgen. Es ist der letzte Weg Jesu nach Jerusalem. Diesen Weg ist Jesus indem vollen Bewusstsein gegangen, dass sein Weg am Kreuz enden würde.


Von Jericho kommend zog Jesus noch einmal nach Betanien. Nach der Auferweckung desLazarus heißt es: Viele glaubten an Jesus. Andere denunzierten Jesus. Der Hohe Rat versammelte sich. Der Hohepriester Kaiphas sprach die vernichtenden Worte: "Es ist besser, ein Mensch sterbe für das Volk, als dass das ganze Volk verderbe" (Joh 11,50). Von dieser Stunde an begann die letzte Wegstrecke Jesu: sein Weg nach Golgatha - der Schmerzensweg - die via dolorosa!


Bis zum Ende des 4. Jahrhunderts begann für Christen die Prozession in der Nacht zum Karfreitag in Gethsemane, von hier durch das Goldene Tor an der Ostseite des Tempelplatzes bis nach Golgatha. Im 5. Jahrhundert führte der Weg von Gethsemane zum Haus des Kaiphas, von dort zum Prätorium, dem Palast der Hasmonäer und von hier nach Golgatha.


Ich habe mich für einen Kreuzweg entschieden, für den ich in meinen ersten Israelreisen drei Tage eingeplant hatte:

➢ Beginn in Betanien,
➢ Fußweg nach Betfage,
➢ Stille Zeit in Dominus flevit,
➢ der Blick auf den Tempelberg, das Gedächtnis an die Reinigung des Tempels,
➢ Besinnung in der Grotte der Jüngerbelehrung (Eléona-Grotte),
➢ Abstieg zum Garten Gethsemane und der Verratsgrotte,
➢ Wanderung durch das Kidron- und das Hinnom-Tal
➢ bis zum Gästehaus der Essener, dem historischen Abendmahlssaal,
➢ von hier zum Haus des Kaiphas mit Blick auf das Tempelareal mit dem Sitz des Sanhedrins(Quaderhalle).
➢die Erinnerung an den Palast der Hasmonäer (Das Prätorium),
➢ die via dolorosa,
➢ und schließlich Golgatha.

Auf diesen Weg möchte ich Sie mitnehmen.

Pastor Dr. Hj. Bräumer

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Pastor Dr. Hansjörg Bräumer

Vorsteher der Lobetalarbeit von 1977-2004

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