Auf Adlers Flügeln getragen

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Die Bibel spricht sehr viel von Tieren. Tiere in ihrer Vielfalt begleiten den Menschenvom Paradies bis zur Vollendung der Zeiten. In den menschlichen Dienst genommen,sind Tiere Freunde. Aus dem Bereich des Menschen vertrieben, treten sie als Feindeauf. Tiere sind einmal die schwächeren, oft ausgebeuteten Gefährten des Menschen,unter Umständen aber auch die überlegenen Feinde.


Auf die tatsächlichen oder gewünschten Gemeinsamkeiten zwischen Mensch und Tierweisen die rund 40 Tierbezeichnungen hin, die im Alten und Neuen Testament alsPersonennamen erscheinen.


Die Tierwelt hat sich seit den Tagen der Bibel sehr verändert. Ausgesprochen starkunterscheidet sich die heutige Einstellung zur Welt der Tiere und die heutige Situationvon der biblischen Zeit. Um der ursprünglichen Bedeutung der Tiere gerecht zu werden,gilt es die Tierwelt des Heiligen Landes unter den Gesichtspunkten der Bibel zu verstehen. Für das biblische und jüdische Denken sind Tiere ein Symbol des Handelns Gottes. Ein sprechendes Beispiel ist das Gleichnis vom Adler. Es sagt „etwas Grundwichtiges über die geschichtliche Beziehung Jahwes zu Israel aus“.„Ihr habt selbst gesehen, was ich Ägypten tat, und wie ich euch getragenhabe auf Adlersflügeln und euch zu mir gebracht“ (2.Mose 19,4) Der Gleichnischarakter der Tiere wird allein dem verständlich, der die biblischen Texte, in denen Tiere genannt werden, in ihre erste Situation zurückgibt.


Die zum Teil knappen Bilder erschließen sich am ehesten dem, der sie im Umfeld des Heiligen Landes sieht, und ihrem Sinn mit den Ohren der frühen Hörer nachspürt. Dazu braucht es eine Einführung in das hebräische und jüdische Denken.


Beides verdanken meine Frau Rosemarie und ich in besonderer Weise drei bereits verstorbenen jüdischen Freunden: Wir widmen die folgenden Ausführungen in memoriam Aharon Bier ( + 1987) Rose Warmer (+ 1986) und Daniel Rufeisen (+ 1998)  Bis heute verbunden sind wir mit Frau Revka Bier. Wir lernten uns bereits 1974 kennen. Jeder aus unseren Reisegruppen erinnert sich an ihre Beiträge an einem unserer Tage in Jerusalem.


Auf Vermittlung von Frau Bier ist seit 2007 die in der Schweiz geborene orthodoxe Jüdin Esther Janes unsere Reisebegleiterin. Esther Janes ist studierte Orientalistin. Mit ihrer Hilfe war es möglich, neben den bekannten Touristikzielen entlegene Plätze im Heiligen Land aufzusuchen. Den Sabbat hat sie auch auf Reisen streng eingehalten. Mit Stolz nennt meine Frau Esther Janes ihre jüdische Schwester.


Bearbeitet wurden die biblischen Betrachtungen zu Tieren der Bibel für die täglich stattfindende abendliche Besinnung in Schüle‘s Gesundheitsresort und Spa in Oberstdorf vom 28. Juni bis 18. Juli 2017.


Danken möchte ich für die Fertigstellung des Manuskriptes Frau Ute van der Heyden für das Layout und Herrn Erich Schüttendiebel für die Bildbearbeitung. Die Briefmarken mit den Tierabbildungen verdanke ich unserem Freund Daniel Rufeisen. Mein besonderer Dank für die Beratung und Begleitung bei der Textbearbeitung gilt meiner Frau Rosemarie.


Jedem, der das vorliegende Manuskript in die Hand bekommt, wünsche ich viel Freudebeim Lesen.

Celle, im März 2018
Hansjörg Bräumer

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