Angebote

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Erfassung des individuellen Hilfebedarfes

Um den Hilfebedarf von Menschen mit geistiger Behinderung angemessen und umfassend zu bestimmen, bedarf es der Abklärung vor allem entwicklungs-, kognitions-, leistungs-, motivations-, sozial- und persönlichkeitspsychologischer sowie psychopathologischer Fragestellungen. Der vom Psychologischen Dienst erfasste individuelle Hilfebedarf ist die Grundlage für die Hilfe- bzw. Teilhabeplanung in den Bereichen Wohnen, Werkstatt für behinderte Menschen sowie Tagesförderstätte. Angewandt wird zur Feststellung des individuellen Hilfebedarfes das HMB-W- und HMB-T-Verfahren (Hilfebedarf von Menschen mit Behinderung im Lebensbereich Wohnen sowie Gestaltung des Tages). Erfasst werden bei den HMB-Verfahren verschiedene Lebensbereiche und Alltagssituationen (beispielsweise die Gestaltung sozialer Beziehungen, die emotionale und psychische Entwicklung oder die Kommunikation und Mobilität).

Erstellen von Entwicklungs- und Testberichten sowie psychologischen Stellungnahmen

Der Psychologische Dienst erstellt die Entwicklungsberichte, in denen die jeweiligen personellen Hilfen entsprechend dem individuellen Hilfebedarf fachlich und für den Kostenträger nachvollziehbar dargestellt werden. Darüber hinaus verfasst der Psychologische Dienst zu speziellen Fragestellungen psychologische Stellungnahmen, Gutachten sowie Testberichte (insbesondere im Rahmen der Intelligenzdiagnostik).

Psychologische Diagnostik

Die psychologische Diagnostik ist die Basis für viele Angebote des Psychologischen Dienstes. Angewandt werden verschiedene Untersuchungsmethoden wie standardisierte Tests und Fragebögen, eigen- und fremdanamnesische Verfahren, direkte personelle Interaktion oder teilnehmende Beobachtung in der konkreten Lebenssituation. 

Psychologische Beratung, Psychotherapie und Krisenintervention

In Einzel- und Gruppenberatungsgesprächen werden Menschen mit geistiger Behinderung dabei unterstützt, persönliche Problemlagen und Krisen, worunter sie selber und/ oder andere Personen leiden, zu bewältigen sowie soziale Teilhabemöglichkeiten besser nutzen zu können.
Psychologische Psychotherapieverfahren werden darüber hinaus bei speziellen Problemlagen im emotional-psychischen Bereich eingesetzt.
In Krisensituationen wird der Psychologische Dienst tätig, um kritische und durch Selbst- und Fremdgefährdung geprägte Situationen durch deeskalierende Interventionen zu entspannen.

Mitarbeiterberatung

Die Beratung der Mitarbeiter erfolgt in Einzel- und Teamgesprächen. Die Inhalte umfassen dabei vor allem Themen wie Teilhabeplanung, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Kooperation aller am Hilfeprozess Beteiligten, Beziehungsgestaltung sowie Umgang mit herausforderndem Verhalten, psychischen Störungen und Krisensituationen. Das Beratungsangebot steht auch für ehrenamtliche Mitarbeiter zur Verfügung.

Beratungsangebote für Angehörige und gesetzliche Betreuer

Der Kontakt der Menschen mit geistiger Behinderung zu ihren Angehörigen oder gesetzlichen Betreuern ist in vielen Fällen von großer Bedeutung. Daher stehen die Beratungsangebote des Psychologischen Dienstes auch Eltern, Geschwistern und weiteren Angehörigen sowie gesetzlichen Betreuern zur Verfügung. Im Rahmen von Beratungsgesprächen können Fragen zur Teilhabe und Lebensperspektive, zum Behinderungsbild, zu Entwicklungsveränderungen, auffälligem bzw. herausforderndem Verhalten oder psychischen Störungen thematisiert werden.

Beratung bei Grenzüberschreitungen im Betreuungsalltag

Wenn sexualisierte Gewalt oder jede andere Form von grenzüberschreitendem Verhalten vermutet oder beobachtet wird, kann direkt Kontakt mit der zum Psychologischen Dienst gehörenden Ansprechperson für Fragestellungen bei Grenzüberschreitungen im Betreuungsalltag aufgenommen werden. Die vom Vorstand der Lobetalarbeit beauftragte Ansprechperson steht als Berater in diesen Fragen zur Verfügung. Sie nimmt erste Einschätzungen und Bewertungen vor und gibt Hinweise zum weiteren Vorgehen.

Beratung bei Aufnahmen und Verlegungen

Der Psychologische Dienst berät die Geschäftsfelder Wohnen, Werkstatt für behinderte Menschen sowie Tagesförderstätte bei Aufnahmen sowie internen und externen Verlegungen, wenn spezifische Problemlagen vorliegen.

Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen

Der Psychologische Dienst bietet Fortbildungen zu unterschiedlichen Themen an. Die Fortbildungsangebote richten sich dabei an alle am Hilfeprozess beteiligten Personen, auch an die Menschen mit geistiger Behinderung selbst.

Mitarbeit in internen und externen Fachgremien sowie Arbeits- und Projektgruppen

Der Psychologische Dienst ist in diversen einrichtungsinternen, aber auch regionalen und überregionalen Fachgremien und -kommissionen sowie Arbeitsgruppen aktiv und bringt dort seine spezielle Fachkompetenz, insbesondere zur Zielgruppe der Menschen mit geistiger Behinderung und psychischen Störungen, ein.

Deeskalationszentrum

Gewalt und aggressives Verhalten sind ein allgemeines gesellschaftliches Problem, das allerdings im Bereich der Begleitung von Menschen mit einer geistigen Behinderung  in spezieller Weise auftritt und für alle Beteiligten äußerst belastend ist.

Gerade deshalb ist es von zentraler Bedeutung, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Lage zu versetzen, sicher, kompetent und vor allem deeskalierend auf aggressive Verhaltensweisen im Betreuungsalltag zu reagieren.

Der Psychologische Dienst hat sich dieser Thematik in besonderer Weise angenommen und differenzierte Angebote dazu entwickelt. Alle Angebote finden sich im neu gegründeten Deeskalationszentrum wieder, das ein neuer Angebotsbereich des Psychologischen Dienstes ist.

Die Angebote des Deeskalationszentrums richten sich gezielt an Mitarbeiter, die in ihrem heilpädagogischen Betreuungsalltag mit fremdaggressivem Verhalten konfrontiert sind. Sie umfassen:

- Durchführung von Deeskalationstrainings

- Durchführung von Schutztechniktrainings

- Refreshingkurse

- Durchführung von Kompetenzschulungen zu ausgewählten Themen

- Multiplikatorenschulungen

 Alle Trainer im Deeskalationszentrum haben eine anerkannte Ausbildung zum Deeskalations- und Schutztechniktrainer absolviert.

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Ansprechpartner

Andreas Lemli
Fuhrberger Straße 219
29225 Celle

Telefon: 05141 401-395
Fax: 05141  401-449

a.lemli@lobetalarbeit.de 


Sekretariat
Karin Schwuchow
Fuhrberger Straße 219
29225 Celle

Telefon: 05141 401-327
Fax: 05141  401-449

k.schwuchow@lobetalarbeit.de

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