Musiktherapie

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„Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an“

Musikalische Förderung hat sich der Pädagoge Peter Schulze auf die Fahnen geschrieben. Seit Herbst 2014 besucht er verschiedene Lobetaler Wohngruppen, um dort mit Bewohnerinnen und Bewohnern auf unterschiedliche Weise zu musizieren. Das reicht von musikalischer Einzelförderung, muszieren mit Orffschen Instrumenten in der Gruppe bis hin zu Biografiearbeit, mit deren Hilfe Menschen durch bekannte Klänge und Lieder an Erinnerungen aus ihrer Kindheit anknüpfen können. Außerdem leitet Peter Schulze seit rund 20 Jahren den Lobetaler Chor „Die Sonnenstrahlen“. An der Bundesmusikakademie im württembergischen Trossingen hat er sich im Fach „Elementares Musiktheater“ weitergebildet. Daneben hospitierte er bei Hansjörg Meyer, einem bekannten Musiktherapeuten für Menschen mit einer geistigen Behinderung. Von Peter Schulze konzipierte Singspiele sind im Münchener Strube Verlag erschienen.

 

„Die Sonnenstrahlen“

Im Lobetaler Chor „Die Sonnenstrahlen“ treffen sich rund 30 Sängerinnen und Sänger mit einer geistigen Behinderung. Geleitet wird der Chor von dem Pädagogen Peter Schulze, gemeinsam mit der Heilerziehungspflegerin Ramona Lambrecht. Bei den wöchentlichen Proben werden unter anderem Singspiele eingeübt. Gesang, Instrumentalmusik und Theater, bzw. Tanz stehen gleichberechtigt nebeneinander. Das Konzept lehnt sich an das elementare Musiktheater an, das von Gottfried Keller vom Orffschen Institut in Salzburg entwickelt wurde. Aus der Feder von Chorleiter Peter Schulze sind bisher erschienen: „Der Fischzug des Petrus“, „Die Emmausjünger“, „Der blinde Bartimäus“, „Der verlorene Sohn“, „Zachäus“ und die „Stillung des Sturms“. Bei einigen Singspielen wurde die Musik von Landesposaunenwart Reinhard Gramm bearbeitet. Neben der Mitgestaltung von Gottesdiensten in Lobetal gehen „Die Sonnenstrahlen“ mit ihren Singspielen gerne auf Reisen. So waren sie schon zu Gast in verschiedenen Celler Kirchengemeinden, aber auch darüber hinaus zum Beispiel in Walsrode, Brome, Bomlitz, Hittfeld, Bad Fallingbostel und auf dem Kirchentag in Hamburg.

Ein paar Eindrücke unserer Musikförderung:

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