Sich spielend kennenlernen – Theaterprojekt an der Hermann-Reske-Schule

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„Oh, ich mag dich“, wird Katharina Witzerzens von Patrick begrüßt. Freudestrahlend und innig umarmt er die Schauspielerin. Die beiden kennen sich. Patrick ist einer von sechs Schülern und einer Schülerin der Lobetaler Hermann-Reske-Schule, die an einem Theaterworkshop teilnehmen. Mit dabei ist auch Verena Urban, die als Lehrkraft an der Schule arbeitet. Nach einer kurzen Begrüßung geht es gleich los. Katharina, wie sie von allen genannt wird, zieht „Shacky“ aus der Hosentasche. Mit Feuereifer werfen sich die Teilnehmer das muntere „Tierchen“ zu, das beim Fänger mal zu heftigem Kopfschütteln, mal zu „Powackeln“ oder auch mal zu ganz kleinen Bewegungen mit dem kleinen Finger führt. Das Kuriose dabei ist, „Shacky“ ist gar nicht zu sehen - reine Phantasie. Patrick, Tobias, Benjamin, Sarah, Ali, Patrik und Philip sind begeistert. Etwas schwerer fällt es Ihnen, bei einem anderen Spiel, sich selbst eine Bewegung auszudenken und diese mit ihren Namen zu verbinden. Aber auch das klappt und lachend werden diese Bewegungen dann von allen nachgeahmt und der jeweilige Name genannt. Dann steht Klatschen mit Blickkontakt auf dem Programm – mal ganz schnell, dann in Zeitlupe oder mit sich steigernder Geschwindigkeit. Ich staune, auf welches Repertoire Katharina Witerzens zurückgreifen kann. Immer neue Spiele zaubert sie aus dem Hut. So ganz nebenbei lernen die Teilnehmer unglaublich viel – vor allem das Wahrnehmen. Beim Spiel, das den größten Raum an diesem Nachmittag einnimmt, geht es genau darum. Zwei Akteure kleben quasi aneinander. Einer von beiden führt und der andere spiegelt dessen Bewegungen und Mimik. Wenn es gut läuft und das tut es oft an diesem Nachmittag, ist für den Betrachter nicht zu erkennen, wer führt und wer sich führen lässt. Katharina Witzerzens ist begeistert, „Sehr gut, sehr sehr gut“ ruft sie den Akteuren zu. Ganz berührende Momente des Gleichklangs und aufeinander Achtens sind zu beobachten.

„Sie bringen Neugierde mit, sie haben Lust“, ist Katharina Witerzens von ihren Schülern begeistert. „Es sind großartige Menschen, mit denen ich hier arbeite. Jeder Charakter ist für sich schon so toll. Sie haben großartige Ideen, Energie und respektieren sich“. Das Theaterprojekt ist zunächst bis Juni dieses Jahres konzipiert. Dann hat es auch seinen Höhepunkt, denn am 19. Juni findet in der Celler CD-Kaserne, einer großen Kultureinrichtung, ein Schülertheaterfestival statt. Mit dabei sind dann die Lobetaler Schüler und ihre Schauspiellehrerin Katharina Witerzens. In welcher Form sie dort auftreten ob pantomimisch, als Walking Act oder in einem Theaterstück, ob mit oder ohne Masken, das ist noch offen. Das es etwas ganz Besonderes werden wird, das ist eigentlich schon jetzt klar.

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