Das Leben während Corona in Lobetal

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Die merkwürdige Corona-Zeit überbrücken?? Natürlich mit Kreativität, Herzblut und ganz viel Eis!!!

Für uns Mitarbeiter*innen, aber doch vor allem für unsere Bewohner*innen in Stübeckshorn ist die Situation des Ausharrens, des Wartens, des nicht Weggehen-dürfens eine große Herausforderung. Deshalb ist es umso erfreulicher, dass kleine Highlights diese Tage im wahrsten Sinne des Wortes bunt machen und versüßen.


Ich möchte euch nur mal zwei dieser Highlights vorstellen!

Die Mitarbeiter der Tagesförderstätte, die nun alle in den Wohngruppen ihre Arbeit verrichten, haben sich folgende Idee ausgedacht:

Von unseren Bewohnern bunt bemalte Steine werden zu einer langen Steinreihe gelegt. Diese begann in der Ortsmitte und soll in alle Richtungen zu den Wohngruppen gelegt werden. Die Bewohner legen immer wieder nach und nach selbstgemalte Steine dazu und erfreuen sich an der bunten Vielfalt. Dies gibt auf einer gewissen Weise ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Plötzlich entdeckst du einen Stein von deinem Freund mit dem du täglich auf der Arbeit in der Tagesförderstätte oder in der WfbM Kontakt hast. Das bringt gute Laune.


Ja, und was versüßt uns diese komische Zeit?? Eis, Eis, Eis… Einmal wöchentlich kommt seid Neuestem ein Eiswagen in unser kleines Örtchen Stübeckshorn. Das ist eine sehr gern angenommene Abwechslung! Und soooo lecker!!*

Das Team aus Stübeckshorn

*Aufgrund des Betretungsverbots unseres Geländes ist der Besuch des Eiswagens mit dem Gesundheitsamt Heidekreis abgesprochen worden.

Haus Ruth in Altencelle - "Ruth´ler sind Puzzlemeister!"

 

Auch wir in Haus Ruth wissen mit unserer zusätzlichen freien Zeit gut umzugehen. Natürlich wird die Arbeit, Kollegen, Freunde, Eltern und Betreuer*innen vermisst, aber wir machen das Beste daraus – da sind wir uns alle einig.


Wir nutzen stets das gute Wetter für Aktivitäten wie Spaziergänge, Radtouren und Schnitzeljagden etc.

Da wir einen schönen Garten haben, werden auch bei gutem  Wetter hier Angebote gemacht. Viele Puzzle gibt es kaum noch zu kaufen, denn die haben wir hier in Haus Ruth. Ob 1000 oder 3000 Teile, egal die „Ruthler sind Puzzlemeister! Besonders freuen wir uns auf den Mittwoch Nachmittag, denn dann kommt unsere Pastorin  Frau Pröll und hält für uns eine Andacht.


Auch das Genießen kommt nicht zu kurz, es werden Kuchen und Waffeln gebacken, gebraten und gekocht. Natürlich darf unser jährliches Spargelessen im Mai nicht fehlen und da wir nicht wie sonst  ins Spargelzelt nach Fuhrberg fahren können wird  unsere Aula einfach zum  Restaurant  umfunktioniert.


In Haus Ruth sagt man: „ Es ist wie es ist“ und wir machen mit Abstand und Mundschutz  das Beste daraus.

In diesem Sinne

                                  BLEIBT GESUND  !!!!

Das Team aus Haus Ruth

Eiche 3 und 4 - das sind wir!

In dieser besonderen Zeit heißt es für uns alle im Sinne unserer Bewohner*innen umzudenken. Strukturen zu schaffen, die den individuellen Bedarfen, aber auch Interessen entsprechen und den Alltag somit gestalten.


Unterstützung erhalten Eiche 3 und 4 durch Mitarbeiter*innen der Hermann-Reske-Schule sowie Tagesförderstätte. So entstehen wunderbare Angebote, die von unseren Bewohner*innen gern angenommen werden. Das Wetter ist uns wohlgesonnen und so können viele Bewegungsangebote, wie Spaziergänge und Fahrradtouren stattfinden.


Die Angebote sind sehr weitreichend, so dass für jeden etwas dabei ist! Um einiges zu nennen:

  • Gemeinsames Grillen im Garten,
  • Kochen, backen sowie
  • Kreativangebote u.a. malen, kneten aber auch
  • Tischspiele, wie z.B. Memory

werden gerne angenommen. Kleine handwerkliche Aufgaben werden von einigen Bewohnern gern begleitet und beobachtet.


Die Mitarbeiter*innen von Eiche 3 und 4 sind dankbar für die Unterstützung der Kollegen aus der Tagesförderstätte und Hermann-Reske-Schule, die uns und vor allem unseren Bewohner*innen zugute kommt. Eine wertvolle Erfahrung!

Das Team von Eiche 3+4

 

 

"Wir halten den Laden am Laufen"

Mit der Nachricht, dass alle Arbeitsbereiche der Lobetalarbeit sowie der Lebenshilfe vorübergehend geschlossen werden, fing es in den Köpfen der Mitarbeiter*innen und der Bewohner des Hauses an zu rattern: „Wie sollen wir uns beschäftigen?“


Die Hürde schien groß, die Zeit harmonisch und mit einer möglichst stabilen Tagesstruktur zu überstehen. Also nahmen wir unsere Füße in die Hände und besorgten Arbeitsmaterial. Von Wandfarben über Bastelmaterial bis hin zu Paletten und Pflanzen plünderten wir noch schnell die Baumärkte.

Und so beschäftigten sich die Männer mit den Tätigkeiten, die sie beherrschen.


Die Gärtner fingen wild an, den Garten umzubuddeln, legten eine gigantische Wurzel frei, die sie mit gemeinsamer Kraft aus dem Loch zogen, bepflanzten die Beete mit neuen Stauden und gestalteten nach ihren eigenen Vorstellungen unsere Gärten.

Unser einziger Maler konnte zeigen was er drauf hat und sich kreativ im „Kaffeekeller“ des Hauses austoben. Das Ergebnis lässt sich definitiv sehen und so lädt dieser Raum bald wieder zu gemeinsamen Kaffeezeiten ein. 


Die Mitarbeiter*innen versorgten während dieser Zeit die Männer mit guter Laune, ausreichend Klön- und Kaffeepausen und dem täglichen Mittagessen.

Die Sorgen über einen „Lagerkoller“ waren groß. Wir Mitarbeiter*innen sind glücklich und auch überrascht, dass die Stimmung so gut und ausgelassen ist.

Wir sehen auch eine Veränderung in der Gruppendynamik. Es entstehen ganz neue Beziehungen zueinander, Freundschaften entwickeln sich und insgesamt rücken wir sprichwörtlich „näher zusammen“.

Das Team aus Haus Jerusalem

 
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